Auf einen Blick
Die kurze Antwort
Ein Relaunch braucht vor dem Design eine Bestandsaufnahme und vor dem Start eine überprüfte Zuordnung alter zu neuen Seiten. Erhalten Sie sinnvolle Inhalte und URLs, testen Sie Kontaktwege und legen Sie Zuständigkeiten für Fehler fest. Sorgfältige Vorbereitung reduziert vermeidbare Probleme; unveränderte Rankings lassen sich trotzdem nicht garantieren.
Zuerst entscheiden, was tatsächlich neu werden muss
Ein veraltetes Erscheinungsbild, ein schwer pflegbares System und eine unklare Angebotsstruktur sind unterschiedliche Probleme. Schreiben Sie für jedes Problem auf, woran die Verbesserung später erkennbar sein soll. Beispielsweise: Das Team kann Projektbilder selbst austauschen; Besucher finden den Leistungsumfang; eine Anfrage erreicht zuverlässig die richtige Person.
Nicht jede Verbesserung verlangt einen Domainwechsel oder neue URL-Pfade. Trennen Sie notwendige Änderungen von gestalterischen Vorlieben. Wenn mehrere Systeme gleichzeitig ersetzt werden müssen, benennen Sie die Abhängigkeiten und die Verantwortung für jede Schnittstelle. Ein Relaunch-Angebot sollte Inhaltsübernahme, technische Migration, neue Funktionen und spätere Betreuung ausdrücklich auseinanderhalten.
Den Bestand nach Wert und Aufgabe erfassen
Erstellen Sie eine gemeinsame Liste bestehender Seiten und wichtiger Downloads. Ergänzen Sie verfügbare Suchdaten, interne Verknüpfungen und Hinweise des Vertriebs. Eine selten besuchte Seite kann eine wichtige Frage kurz vor dem Auftrag beantworten. Entscheiden Sie deshalb nicht allein nach Besuchszahlen, welche Inhalte verschwinden.
Unser Vorschlag: Geben Sie jeder Zeile eine fachliche Entscheidung, eine verantwortliche Person und einen Prüfstatus. So bleiben ungeklärte Inhalte vor dem Veröffentlichungstermin sichtbar.
| Feld | Beispielhafte Entscheidung |
|---|---|
| Bestehende URL | Welche Seite oder Datei ist heute erreichbar? |
| Aufgabe | Angebot erklären, Entscheidung unterstützen, Arbeit zeigen |
| Ziel | Beibehalten, überarbeiten, zusammenführen oder entfernen |
| Neue URL | Genaues Ziel und passende Sprache festlegen |
| Prüfung | Inhalt freigegeben, technisch geprüft, zuständige Person |
Weiterleitungen aus der Inhaltsentscheidung ableiten
Bei einer dauerhaften URL-Änderung empfiehlt Google serverseitige permanente Weiterleitungen; 301 und 308 kennzeichnen einen dauerhaften Umzug.
Prüfen Sie jedes Ziel aus Sicht eines Besuchers mit einem alten Link. Findet er die erwartete Leistung und die wesentlichen Informationen wieder? Wenn mehrere alte Seiten in einer neuen Erklärung aufgehen, sollte diese Erklärung ihren gemeinsamen Zweck tatsächlich erfüllen. Eine pauschale Zieladresse löst eine ungeklärte Inhaltsentscheidung nicht.
Nehmen Sie die Zuordnung als eigenes Abnahmedokument ins Projekt auf. Lassen Sie eine fachliche Person das Ziel bestätigen und eine technische Person den tatsächlichen Aufruf prüfen. Halten Sie Ausnahmen mit Begründung fest.
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Sprachversionen und bevorzugte URLs abstimmen
Canonical-Angaben benennen bevorzugte URLs; hreflang verknüpft echte Sprachvarianten mit gegenseitigen Rückverweisen. Diese Angaben erfüllen verschiedene Aufgaben.
Bei einer deutschen und englischen Website sollte die Zuordnung nicht nur die Startseiten umfassen. Prüfen Sie eine Leistung, einen Ratgeber und ein Projekt mit ihren jeweiligen Gegenstücken. Ein Sprachwechsel muss zur passenden Aufgabe führen. Ist eine Übersetzung noch nicht fertig, behandeln Sie sie als ausstehenden Inhalt statt als vermeintlich abgeschlossene Variante.
Vergleichen Sie zusätzlich Telefonnummern, Leistungsgrenzen, Formulare und Kontaktzuständigkeit. Eine sprachlich flüssige Übersetzung hilft wenig, wenn sie ein Angebot beschreibt, das in diesem Markt nicht verfügbar ist.
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Vor dem Start komplette Nutzerwege abnehmen
Eine fertige Startseite ist noch keine abgenommene Website. Wählen Sie Aufgaben, die Kunden wirklich erledigen sollen, und durchlaufen Sie sie auf einem Smartphone sowie mit Tastatur. Verwenden Sie dabei typische Inhalte und einen vollständigen Testkontakt. Notieren Sie nicht nur, dass ein Formular sichtbar ist, sondern ob die Nachricht beim vorgesehenen Empfänger ankommt.
- Eine Leistung über Navigation und passende interne Links finden.
- Von einer alten URL zum fachlich richtigen Ziel gelangen.
- Ein Projekt öffnen und von dort eine passende Anfrage beginnen.
- Sprache wechseln und dieselbe Aufgabe weiterführen.
- Formular senden, Bestätigung verstehen und den Nachrichteneingang prüfen.
- Verantwortliche, offene Fehler und Entscheidung zum Start dokumentieren.
Veröffentlichung als eigenen Arbeitsschritt planen
Google beschreibt Vorbereitung, URL-Zuordnung, Weiterleitung und anschließende Beobachtung als Bestandteile eines Umzugs. Vorübergehende Rankingänderungen sind möglich.
Vereinbaren Sie einen Zeitpunkt, zu dem die beteiligten Personen erreichbar sind. Das Startprotokoll sollte Zugänge, die freigegebene Version, bekannte Einschränkungen und die zuständige Person für Korrekturen enthalten. Klären Sie vorher, bei welchen Fehlern der Start unterbrochen oder die vorherige Version wiederhergestellt wird.
Für öffentliche Zielseiten prüfen Sie die vorgesehenen Suchfreigaben. Eine aktuelle Sitemap unterstützt die Bekanntmachung der URLs, garantiert aber keine Indexierung. Kontrollieren Sie nach der Veröffentlichung dieselben repräsentativen Seiten erneut; eine erfolgreiche Prüfung in der Vorschau ersetzt diesen Schritt nicht.
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Nach dem Start Ursachen eingrenzen
Vergleichen Sie Fehler, organische Einstiegsseiten und qualifizierte Anfragen mit der dokumentierten Ausgangslage. Prüfen Sie einen Rückgang zuerst nach betroffenen Seiten, Sprache und Zeitraum. Ein ausgefallener Kontaktweg verlangt eine andere Reaktion als eine saisonale Veränderung der Nachfrage. Bewahren Sie deshalb das Änderungsprotokoll und die URL-Liste auf.
Legen Sie einen konkreten Nachbetreuungsumfang fest: Wer prüft Meldungen, wer behebt Fehler und wann wird über offene Punkte entschieden? Öffentliche Projektbeispiele können Gestaltung und Aufbau zeigen. Ob ein Relaunch Suchreichweite oder Geschäftsergebnisse verbessert hat, benötigt darüber hinaus eine passende Messung.
Genauer nachgefragt
Häufige Fragen
Müssen sich beim Relaunch alle URLs ändern?
Nein. Funktionierende, verständliche URLs können häufig erhalten bleiben. Ändern Sie sie mit einem benannten Zweck und einer geprüften Zielzuordnung, nicht allein wegen einer neuen Gestaltung.
Wann gilt die Migration als abgeschlossen?
Wenn die vereinbarten Inhalte und Nutzerwege geprüft sind, technische Fehler bearbeitet werden und die weitere Beobachtung einer zuständigen Person übergeben wurde. Ein Veröffentlichungstermin allein ist kein Nachweis für vollständige Verarbeitung durch Suchmaschinen.
Wissen in die Praxis bringen
Ihr nächster Schritt.
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