>Legacy Software: Warum alte Systeme ein Risiko sind
'Never touch a running system' ist ein gefährlicher Mythos. Warum Modernisierung Geld spart und Innovation ermöglicht.
- >Kostenfalle: Wartung veralteter Systeme wird exponentiell teurer.
- >Sicherheitsrisiko: Keine Updates bedeutet offene Türen für Angreifer.
- >Refactoring statt Neubau: Oft reicht eine schrittweise Modernisierung.
Der schleichende Tod der Innovation
Ihr Kernsystem läuft seit 15 Jahren stabil. Das klingt gut. Aber: Niemand traut sich mehr am Code etwas zu ändern, weil der ursprüngliche Entwickler längst weg ist. Änderungen dauern Wochen statt Stunden. Neue Technologien (wie Mobile Apps oder KI) lassen sich nicht anbinden.
Die versteckten Kosten von Legacy Code
Teure Experten
Entwickler für 20 Jahre alte Programmiersprachen sind selten und teuer. Junge Talente wollen mit modernen Stacks arbeiten.
Cloud-Inkompatibilität
Alte Monolithen lassen sich nicht einfach in die Cloud schieben ("Lift & Shift" scheitert oft). Sie profitieren nicht von Elastizität und Skalierung.
Strategien zur Modernisierung
Alles wegwerfen und neu bauen ("Big Bang") ist meistens die falsche Strategie – das Risiko des Scheiterns ist riesig. Besser sind iterative Ansätze:
- Strangler Fig Pattern: Neue Funktionen werden als moderne Services um das alte System herumgebaut, bis das alte System überflüssig ist.
- Replatforming: Die Basis aktualisieren (z.B. auf eine neuere .NET oder Java Version), ohne die Architektur komplett zu ändern.
- API Gateway: Eine moderne Schnittstelle vor das alte System setzen, um es für neue Apps nutzbar zu machen.
Software ist kein Gebäude, das fertig ist. Software ist ein Garten, der gepflegt werden muss. Wer nicht pflegt, hat irgendwann einen Urwald.